Liebeskummer?

Liebeskummer überwinden

Liebeskummer bohrt in uns, nagt an uns, macht uns klein und zieht uns den Boden unter den Füßen weg. Der geliebte Mensch hat viel Platz in unserem Leben eingenommen. Wenn wir erkennen, dass das Gefühl, das wir selbst empfinden, nicht zurückkommt, stürzen wir in eine tiefe Krise.

Die Krise annehmen

Um unseren Liebeskummer zu überwinden, sollten wir diese Krise annehmen. Ohne Krisen gäbe es wenig Entwicklungen. Trauer, Wut, Sehnsucht – jedes Gefühl hat seine Berechtigung. Gefühle machen uns lebendig. An der Größe des Kummers können wir messen, wie groß unsere Hoffnung vorher war. Die Hoffnung, dass der Andere die „Große Liebe“ sein könnte. Wir haben gehofft, dass die Beziehung sich zum Guten entwickelt und für immer hält.

Die Gefühle des Anderen akzeptieren

Zu akzeptieren, dass der Andere dieses Gefühl nicht teilt, ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Große Liebe kann es nur sein, wenn beide Partner große Gefühle füreinander empfinden. Ist das nicht der Fall, ist das der Beweis dafür, dass diese Partnerschaft keine Basis für die große Liebe sein kann. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns zu verabschieden.

Sich unabhängig machen

Dazu gehört, sich selbst wieder zu finden und sich als unabhängige Einheit zu definieren. Nur dann kann der innerliche Abschied vom Anderen gelingen. Dazu kann es hilfreich sein, sich die letzten Worte immer wieder in Erinnerung zu rufen. Wenn es keine Gelegenheit zur Verabschiedung gab oder der Abschied uns nicht gefallen hat, hilft es, sich eine Abschiedsszene auszudenken. Diese spielen wir immer wieder durch oder verändern sie. So lange, bis der Abschied innerlich fühlbar wird.

Den Abschied bewusst fühlen

Jeder ist liebenswert, völlig unabhängig von den Gefühlen des Anderen. Durch den bewussten Abschied gelingt es, die gemeinsame Zeit in positiver Erinnerung zu behalten. Sie hat zur eigenen Entwicklung beigetragen. Dieser Gedanke führt uns optimistisch in die Zukunft und hilft uns, den Liebeskummer zu überwinden.

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